Tor für Europa

Fußball-Fans in der DDR und internationale Begegnungen

Die Ausstellung befasst sich mit der Fanszene der DDR und deren Reisen zu Fußballspielen ins Ausland. DDR-Fußball-Fans reisten, da ihnen Fahrten ins westliche Ausland verwehrt blieben, ihren Mannschaften bei internationalen Spielen in osteuropäische Staaten wie Polen, die CSSR oder Rumänien nach. Von großer Anziehungskraft waren dabei die Auftritte der bundesdeutschten Profi-Teams und der DFB-Auswahl. Der unbändige Wunsch der Fußball-Fans in der DDR, Fußball in Europa ohne Grenzen selbst erleben zu dürfen, wurde schließlich zu einem Motiv, die SED-Diktatur zu überwinden.

Die Ausstellung „Tor für Europa” nähert sich den historischen Ereignissen aus einer alltagshistorischen Perspektive. Akteure der DDR-Fanszene kommen in Zeitzeugen-Interviews zu Wort. Persönliche Geschichten und Einzelschicksale lassen die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen lebendig werden. Viele unbekannte Dokumente und Fotos werden erstmalig gezeigt.

Eine Wanderausstellung des Europäischen Vereins für Ost/West-Annäherung, gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die DFB-Kulturstiftung, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig sowie das Goethe-Institut Warschau.

Die Ausstellung „Tor für Europa” ist bis zum 18. Dezember 2015 in den Räumen der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, An der Bundesautobahn 2, 39365 Marienborn zu sehen. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr.
Am 3. November liest der Berliner Journalist Frank Willmann um 17 Uhr aus seinem Buch „Stadionpartisanen - nachgeladen. Fußballfans und Hooligans in der DDR”, anschließend wird einer der Kuratoren, Dr. Thomas Schneider, in die Thematik der Ausstellung einführen.

Projektleitung Jakob Weiß, Kuratorenteam Daniel Küchenmeister und Dr. Thomas Schneider, Betreuung der Wanderausstellung Dr. Michael Schäbitz.

Weitere Informationen finden Sie hier.

„Tor für Europa” im Elster Park Plauen
Blick in die Ausstellung „Tor für Europa”